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INDUS-Gruppe startet erfolgreich ins neue Geschäftsjahr

Bergisch Gladbach, 12. Mai 2021

  • Trotz Lockdown: Umsatz mit 400,4 Mio. EUR auf Vorjahresniveau
  • EBIT steigt um rd. 56 % auf 25,0 Mio. EUR
  • Prognose für das Geschäftsjahr 2021 bestätigt

Trotz andauernder Corona-Einschränkungen konnten die Beteiligungen der INDUS-Gruppe ihre Geschäftsaktivitäten im ersten Quartal 2021 gut entwickeln. Der Umsatz lag mit 400,4 Mio. EUR auf Vorjahresniveau (Q1 2020: 401,2 Mio. EUR), obwohl das Vergleichsquartal 2020 erst Mitte März von der beginnenden Pandemie beeinträchtigt war. Das operative Ergebnis (EBIT) stieg um 9,0 Mio. EUR auf 25,0 Mio. EUR (Q1 2020: 16,0 Mio. EUR). Damit erhöhte sich die EBIT-Marge um 2,2 Prozentpunkte auf 6,2 %. Auch das im Vorjahr umgesetzte Maßnahmenpaket ZWISCHENSPURT wirkte sich positiv auf die operativen Ergebnisse aus.

Der operative Cashflow lag im ersten Quartal bei -15,0 Mio. EUR (Q1 2020: 2,6 Mio. EUR). Erwartungsgemäß stieg das Working Capital durch die sich belebende Geschäftstätigkeit und einen planmäßigen Vorratsaufbau an. Beteiligungen haben hier vorausschauend auch auf die sich abzeichnende Materialknappheit und damit einhergehend steigende Materialpreise reagiert.

Die im März erfolgreich platzierte Kapitalerhöhung führte zu einem Mittelzufluss über 84,8 Mio. EUR. Damit lagen die liquiden Mittel zum Quartalsende bei 257,3 Mio. EUR (31.12.20: 194,7 Mio. EUR), was zusätzlichen Handlungsspielraum für weitere Akquisitionen im aktuell attraktiven Marktumfeld eröffnet.

Das Eigenkapital stieg um 14,6 % auf 775,2 Mio. EUR an (31.12.20: 676,4 Mio. EUR). Damit lag die Eigenkapitalquote bei 41,0 % und wieder oberhalb des Zielwertes von 40 %.

EBIT-Marge steigt in vier von fünf Segmenten

Im Segment Bau/Infrastruktur konnten die Beteiligungen den Umsatz auf 96,0 Mio. EUR (Q1 2020: 93,5 Mio. EUR) leicht steigern. Das operative Ergebnis (EBIT) erreichte mit 14,8 Mio. EUR erwartungsgemäß nicht ganz den sehr guten Vorjahreswert (Q1 2020: 15,5 Mio. EUR). Mit einer EBIT-Marge von 15,4 % liegt das Segment weiter auf hohem Ertragsniveau.

Im Segment Fahrzeugtechnik zeigt das Maßnahmenpaket ZWISCHENSPURT erste positive Auswirkungen. Der Umsatz sank mit 69,9 Mio. EUR gegenüber Vorjahresquartal (Q1 2020: 78,9 Mio. EUR). Das operative Ergebnis (EBIT) konnte mit -9,7 Mio. EUR aber um 2,3 Mio. EUR verbessert werden (Q1 2020: -12,0 Mio. EUR). Das Jahr 2021 bleibt für das Segment angesichts der beiden planmäßig laufenden Restrukturierungen aber ein Aufbau- und Übergangsjahr.

Im Segment Maschinen- und Anlagenbau setzt sich die Erholung fort. Der Umsatz wuchs, insbesondere getragen durch eine gute Entwicklung im Bereich Logistik, um 9,8 % auf 92,6 Mio. EUR (Q1 2020: 84,3 Mio. EUR). Das operative Ergebnis (EBIT) stieg überproportional um 6,3 Mio. EUR auf 8,9 Mio. EUR an (Q1 2020: 2,6 Mio. EUR), die EBIT-Marge erreichte 9,6 % (Q1 2020: 3,1 %). Auch der verbesserte Auftragseingang spiegelt die Erholung im Segment wider.

Der Absatz in der Medizin- und Gesundheitstechnik wurde im ersten Quartal vom anhaltenden Lockdown weiter eingeschränkt. So ging der Umsatz um 8 % auf 35,6 Mio. EUR zurück (Q1 2020: 38,7 Mio. EUR). Gleichzeitig konnten die Beteiligungen beim operativen Ergebnis (EBIT) den Vorjahreswert von 3,1 Mio. EUR durch erfolgreiche Kostensenkungen halten. Die EBIT-Marge stieg damit auf 8,7 % (Q1 2020: 8,0 %).

Im Segment Metalltechnik konnten Umsatz und Ergebnis gesteigert werden. Der Umsatz erreichte 106,6 Mio. EUR (Q1 2020: 106,1 Mio. EUR). Das operative Ergebnis (EBIT) lag mit 10,1 Mio. EUR rd. 12 % über Vorjahr (Q1 2020: 9,0 Mio. EUR). Die EBIT-Marge stieg auf 9,5 % (Q1 2020: 8,5 %). Die Stilllegung der BACHER AG verläuft planmäßig und wird im dritten Quartal des Jahres beendet sein.

Rahmenbedingungen bleiben unsicher – Prognose bestätigt

Die dritte Welle der Corona-Pandemie und die daraus resultierende Verzögerung der Konjunkturerholung zeigen, dass die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiter unsicher bleiben. Hinzu kommen zunehmende Lieferengpässe in einzelnen Branchen und steigende Materialpreise. „Insbesondere die Auswirkungen des Chipmangels auf die Absatzzahlen der Automobilhersteller bleiben abzuwarten“, sagt INDUS-Vorstands­vorsitzender Dr. Johannes Schmidt. „Die fortschreitende Impfkampagne und die weiter stabile Nachfrage aus dem Ausland stimmen uns in Summe aber zuversichtlich. Auch die positiven Effekte aus Kostensenkungen in den Beteiligungen und unserem 2020 umgesetzten Maßnahmenprogramm ZWISCHENSPURT sind direkt ablesbar und werden sich fortsetzen.“ INDUS bestätigt die Prognose für das Gesamtjahr 2021 mit einem Umsatz zwischen 1,55 und 1,70 Mrd. EUR und einem operativen Ergebnis (EBIT) zwischen 95 und 110 Mio. EUR.

Weiteres Wachstum in Zukunftsbranchen angestrebt

Bei der Stärkung des Portfolios setzt INDUS neben der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Beteiligungen auf einen Portfolioausbau in deklarierten Zukunftsbranchen. „Nach den Zukäufen der Hidden Champions JST und WIRUS möchten wir in diesem Jahr weitere zukunftsstarke Unternehmen in unsere Gruppe integrieren“, so Dr. Johannes Schmidt. „Die durchgeführte Kapitalerhöhung gibt uns hier den notwendigen Spielraum, um schnell und flexibel im wiederbelebten M&A-Markt handeln zu können. Aktuell sind wir mit mehreren Unternehmen in aussichtsreichen Gesprächen.“

Der vollständige Quartalsbericht ist auf der INDUS-Webseite abrufbar. Einen Überblick über die zentralen Kennzahlen finden Sie hier.