INDUS in den Medien

INDUS steuert erfolgreich durch die Krise

Bergisch Gladbach, 27. August 2009

• Konsequentes Gegensteuern sichert positive Ertragslage im ersten Halbjahr

Im ersten Halbjahr 2009 erzielte die INDUS Holding AG einen Umsatz von 365,5 Mio. Euro (Vorjahr: 462,1 Mio. Euro). Die Gruppe konnte sich damit den negativen Auswirkungen der Wirtschaftskrise nicht entziehen, erreichte aber mit einem operativen Ergebnis (EBIT) von 20,8 Mio. Euro und einer EBIT-Marge von 5,7 % ein deutlich positives Ergebnis. Zu berücksichtigen sind dabei Einmalaufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von rund 3 Mio. Euro.

Der Materialaufwand ging auch infolge der Preisberuhigung bei den Rohstoff- wie Energiepreisen von 222,8 Mio. Euro auf 161,7 Mio. Euro zurück. Der Personalaufwand sank, trotz außerordentlicher Restrukturierungskosten, im ersten Halbjahr von 120,0 Mio. EUR auf 113,4 Mio. Euro.

Zur Jahresmitte 2009 verzeichnet INDUS einen leicht erhöhten operativen Cash Flow von 33,5 Mio. Euro (Vorjahr 31,5 Mio. Euro) und verfügt zum Stichtag Ende Juni weiterhin über eine hohe Liquidität von 108,3 Mio. Euro. Der operative Zinsaufwand im ersten Halbjahr blieb, trotz generell steigender Kreditkosten, stabil bei 14,0 Mio. Euro (Vorjahr 14,1 Mio. EUR). Zudem sank die Netto-Verschuldung leicht um 4 Mio. Euro.

Schnelle Krisenintervention zu Jahresbeginn stabilisierte Ertragslage

Bereits Ende 2008 startete die Gruppe Initiativen, um die Ertragskraft der Beteiligungen zu halten. Die Restrukturierungsmaßnahmen betrafen vorrangig die Segmente Automobilindustrie und Maschinenbau. Zunächst reduzierten die Unternehmen die Zeitarbeit, ließen befristete Verträge auslaufen und führten die Überstunden- und Urlaubskonten der Mitarbeiter zurück. Um die qualifizierte Stammbelegschaft zu halten, beantragten eine Reihe von Tochterunternehmen Kurzarbeit. Aktuell befinden sich 30% der INDUS-Mitarbeiter in Kurzarbeitsmaßnahmen, deren Laufzeit mehrheitlich bis in 2010 anhält.

In einigen Unternehmen waren Personalanpassungen dennoch unumgänglich. Die Mitarbeiteranzahl sank demzufolge zum 30. Juni 2009 in der Gruppe um 428 Mitarbeiter auf 5.434. INDUS geht davon aus, dass sich die Auftragslage im zweiten Halbjahr 2009 stabilisiert. Die Kapazitätsanpassungen sind mit den noch laufenden Maßnahmen mehrheitlich abgeschlossen. Die sich daraus ergebenden positiven Kosteneffekte werden für das dritte und vierte Quartal 2009 erwartet.

Verbesserte Auftragslage zum Juli verspricht Trendwende

Die Geschäftszahlen des ersten Halbjahres 2009 bestätigen die Erwartung der INDUS Holding AG, dass das Umsatz- und Ergebnisniveau des Jahres 2008 deutlich unterschritten werden wird. Vorstandvorsitzender Helmut Ruwisch sieht eine Trendwende: „Sollte sich die aktuell wahrnehmbare Belebung weiter stabilisieren, rechnet INDUS im zweiten Halbjahr mit einer verbesserten Geschäftsentwicklung. Zudem erwarten wir, dass die umfassenden Restrukturierungssmaßnahmen ab dem dritten Quartal 2009 voll ergebniswirksam werden und so den Rückgang beim Konzernergebnis begrenzen.“ Derzeit erwartet der Vorstand unter diesen Annahmen einen Umsatzrückgang für das Gesamtjahr in einer Größenordnung von bis zu 20 % und ein EBIT (vor Impairment) zwischen 40 und 50 Mio. Euro – vor dem Hintergrund der einmalig schwierigen Rahmenbedingungen ein akzeptables Ergebnis, so Ruwisch.