INDUS in den Medien

INDUS Holding AG wird 2011 Umsatzmilliarde überspringen

Bergisch Gladbach, 29. April 2011

Das abgelaufene Geschäftsjahr war für die INDUS Holding AG das bisher erfolgreichste seit Bestehen des Unternehmens. Die Gruppe konnte dank ihrer mittelständischen Stärken überproportional vom Aufschwung profitieren. Dabei kamen INDUS zwei Faktoren zugute: Zum einen machten sich die in der Krise schnell und umfassend eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen positiv auf der Kostenseite bemerkbar. Damit traf die Konjunkturbelebung auf verschlankte Strukturen. Zum anderen profitierten die Töchter von der stark steigenden Nachfrage aus China, Indien und den USA. Der Aufschwung vollzog sich dabei quer durch alle Segmente; den größten Swing verzeichneten die Segmente Fahrzeugkomponenten/Engineering sowie Metall/Metallverarbeitung als besonders vom Exportboom profitierende Geschäftsfelder. INDUS erreicht damit bereits im Jahr eins nach der Krise wieder das Ertragsniveau der Jahre 2007/2008. Die 2010 erzielte EBIT-Marge von über 10 % belegt die starke Stellung als Verbund mittelständischer Hidden Champions.

Ergebnis vor Zinsen und Steuern um mehr als 70 % gesteigert

Der Umsatz stieg 2010 kräftig auf 971,6 Mio. Euro (2009: 766,4 Mio. Euro). Damit lagen die Erlöse deutlich über den zu Jahresbeginn prognostizierten 800 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erreichte mit 101,4 Mio. Euro Rekordniveau (2009: 57,1 Mio. Euro). Die EBIT-Marge betrug 10,4 % und lag damit ebenfalls weit über der ersten INDUS-Prognose von 7 %. Das EBIT enthält zudem Impairment-Abschreibungen in Höhe von 1,7 Mio. Euro. Der Jahresüberschuss sprang auf 46,9 Mio. Euro (2009: 11,4 Mio. Euro).

Schuldenabbau trotz Wachstumsfinanzierung

INDUS hat in 2010 gezielt die Schulden um 42,7 Mio. Euro brutto reduziert. Bei der wichtigen Steuerungsgröße Cashflow zeigen sich deutlich die Spuren des rasanten Wachstums; aufgrund der notwendigen Wachstumsfinanzierung verringerte sich der operative Cashflow von 106,6 Mio. Euro auf 81,9 Mio. Euro. Trotzdem blieb die Liquidität zum Jahresende unverändert hoch und stieg auf 96,8 Mio. Euro (2009: 93,5 Mio. Euro). Sie bildet die Basis, zusammen mit festen Finanzierungszusagen von rund 35 Mio. Euro, für die weitere Investitionspolitik. Das Zinsergebnis bewegt sich mit -27,4 Mio. Euro auf dem gleichen Niveau wie 2009 (Vorjahr: -27,6 Mio. Euro). Betrachtet man nur die darin enthaltenen gezahlten Zinsen für das operative Geschäft, zeigt sich, dass der Aufwand infolge des Schuldenabbaus gesunken ist: von -28,0 Mio. Euro auf -26,9 Mio. Euro. Diese stabile Situation verdankt die INDUS-Gruppe ihren langfristig vereinbarten Kreditkonditionen. Die seit 2005 kontinuierlich steigende Eigenkapitalquote im Konzern verbesserte sich nochmals auf 31,8 % (Vorjahr 26,5 %).

Dividendenanhebung um 80 % auf 0,90 Euro geplant

Angesichts der erfreulichen Geschäftsentwicklung sieht der vom Vorstand gemeinsam mit dem Aufsichtsrat getroffene Gewinnverwendungsvorschlag eine Dividende von 0,90 Euro vor. Dies entspricht einer Dividendenrendite von rund 4,1 % auf den Jahresschlusskurs.

Umsatz- und Ergebnisprognose 2011:

Stabile Entwicklung und vermehrte Investition ins Portfolio

Für 2011 zeigte sich Vorstandsvorsitzender Helmut Ruwisch heute anlässlich der Bilanzpressekonferenz zuversichtlich: „INDUS strebt für das laufende Geschäftsjahr 2011 einen Umsatz deutlich über 1 Mrd. Euro und ein zum Umsatz proportionales EBIT-Wachstum an. Unsere EBIT-Marge soll 2011, trotz größeren Kostendrucks insbesondere auf der Rohstoffseite, wieder im Zielkorridor von über 10 % liegen.“ Mit Blick auf die Ereignisse in Japan betonte er: „INDUS ist mit ihren Unternehmen derzeit nur marginal von den Auswirkungen betroffen, da Japan für uns weder Produktionsstandort noch Absatzmarkt ist. Es bleibt aber abzuwarten, inwiefern Lieferengpässe in der Automobilindustrie indirekt Auswirkungen haben könnten.“

Im kommenden Geschäftsjahr wird INDUS das Portfolio mit gezielten Investitionen von über 50 Mio. Euro in bestehende Töchter weiterentwickeln. Diese Investitionen sollen sowohl in neue Produkte und Produktionsverfahren fließen als auch für strategische Ergänzungen auf Ebene der Töchter bzw. Enkelgesellschaften zur Verfügung stehen. Darüber hinaus plant INDUS auch für 2011 den Ausbau des Portfolios durch zielgerichtete Akquisitionen.