Finanz- und Pressemeldungen

INDUS-Gruppe robust in herausforderndem Marktumfeld

Bergisch Gladbach, 10. August 2022

  • rd. 11 % Umsatzplus im ersten Halbjahr 2022
  • Deutliche Umsatz- und EBIT-Steigerungen in drei Segmenten
  • Verluste im Segment Fahrzeugtechnik durch hohe Kosten weiter gestiegen
  • Prognose angepasst

Im ersten Halbjahr 2022 steigerte die börsennotierte Beteiligungsgesellschaft INDUS Holding AG ihren Umsatz um 11,1 % auf 944,9 Mio. EUR (H1 2021: 850,3 Mio. EUR). 8,2 % Umsatzsteigerung wurden dabei über organisches Wachstum generiert. Das operative Ergebnis (EBIT) der INDUS-Gruppe lag bei 51,1 Mio. EUR (H1 2021: 56,3 Mio. EUR). Es wurde durch stark steigende Material- und Energiekosten und höhere Fracht- und Logistikkosten belastet. Insbesondere die Fahrzeugtechnik ist hiervon betroffen. Die EBIT-Marge betrug 5,4 % (H1 2021: 6,6 %).

„Die INDUS-Gruppe schlägt sich trotz der sich verschlechternden Welt- und Wirtschaftslage sehr respektabel. Vier von fünf Segmenten erreichen in Summe klar unsere Zielmarge von 10% + X“, sagt INDUS-Vorstandsvorsitzender Dr. Johannes Schmidt.

Trotz schwieriger Rahmenbedingungen – Umsatz und EBIT in drei Segmenten deutlich gesteigert

Die Unternehmen im Segment Bau/Infrastruktur haben sich erneut sehr gut entwickelt: Umsatz (+21,0 % auf 261,5 Mio. EUR) und EBIT (+9,3 % auf 38,9 Mio. EUR) legten im Vorjahresvergleich deutlich zu. Der Neuerwerb WIRUS trug zu dieser Steigerung bei. Lieferkettenstörungen und Materialpreissteigerungen hatten Einfluss auf die EBIT-Marge. Mit 14,9 % (H1 2022: 16,5 %) bleibt diese aber auf hohem Niveau und am oberen Rand des Zielkorridors von 13 bis 15 %.

Die Unternehmen im Segment Maschinen- und Anlagenbau erhöhten ihren Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ebenfalls deutlich um 24,3 % auf 247,2 Mio. EUR. Getragen wurde die Steigerung durch die Akquisitionen FLACO und TECALEMIT Inc. aus dem Jahr 2021 und die jüngsten Zukäufe HEIBER + SCHRÖDER und HELD, aber auch von einem breiten organischen Wachstum von 10,0 %. Das Segment-EBIT stieg um 31,3 % auf 26,0 Mio. EUR, die EBIT-Marge auf 10,5 % (H1 2021: 10,0 %).

Im Segment Medizin- und Gesundheitstechnik erhöhte sich der Umsatz um 5,7 % auf 77,4 Mio. EUR, insbesondere durch Zuwächse im Bereich der optischen Linsen und der Reha­bilitationstechnik. Das Segment-EBIT in Höhe von 5,0 Mio. EUR (H1 2021: 5,8 Mio. EUR) ist von höheren Materialpreisen und gestiegenen Logistikkosten beeinflusst, die nur schwer an die Kunden weitergegeben werden können. Die EBIT-Marge lag bei 6,5 % (H1 2021: 7,9 %).

Im Segment Metalltechnik stiegen sowohl Umsatz (+7,5 % auf 235,2 Mio. EUR) als auch EBIT (+37,2 % auf 26,9 Mio. EUR) an. Der Umsatzausfall durch die Stilllegung von BACHER konnte überkompensiert werden. Das Segment-EBIT ist vor dem Hintergrund von zwei Sonder­effekten zu bewerten: Im Vorjahr belastete die Stilllegung von BACHER das Ergebnis, außer­dem konnte im ersten Halbjahr 2022 ein Ertrag aus einer Immobilienveräußerung generiert werden. Die EBIT-Marge stieg auch deshalb auf 11,4 % (H1 2021: 9,0 %). Die Metalltechnik-Unternehmen spüren ebenfalls die gestiegenen Material- und Energiepreise, die sehr unterschiedlich und je nach Vertragslaufzeiten an die Kunden weitergegeben werden können.

Im Segment Fahrzeugtechnik lag der Umsatz mit 123,3 Mio. EUR 14,1 % unter dem Vorjahreswert (H1 2021: 143,5 Mio. EUR). Grund ist der Verkauf der WIESAUPLAST-Gruppe Ende 2021. Das Segment-EBIT sank auf -40,4 Mio. EUR (H1 2021: -19,5 Mio. EUR). Darin enthalten sind bereits in Q1 gebuchte Wertminderungen und eine außerplanmäßige Abschreibung in einer Gesamthöhe von 4,6 Mio. EUR. Die massiv gestiegenen Material- und Energiepreise und die höheren Fracht- und Logistikkosten wirkten sich insbesondere bei den Serienzulieferern stark ergebnisbelastend aus. Die erhöhten Kosten konnten bislang nicht an die Kunden weitergereicht werden. Ziel bleibt eine zumindest teilweise Anpassung der Verkaufspreise im zweiten Halbjahr 2022. Dr. Schmidt: „Die Entwicklung im Segment Fahrzeugtechnik bleibt herausfordernd. Angesichts der weiter negativen Rahmen­bedingungen, des Standes der laufenden Restrukturierungen und der zu aktualisierenden Planungen für die Folgejahre werden wir uns in den kommenden Wochen intensiv mit Fortführungsszenarien für die Serienzulieferer befassen.“

Working Capital soll bis zum Jahresende wieder spürbar sinken

Um Lieferkettenstörungen und Materialpreissteigerungen abzufangen, haben Beteiligungen bewusst Vorräte angelegt. Aufgrund der deutlichen Umsatzsteigerung stieg auch der Forderungsbestand. Das Working Capital stieg auf 603,5 Mio. EUR an (31. Dezember 2021: 457,5 Mio. EUR), soll bis zum Jahresende aber wieder spürbar sinken. Der Operative Cashflow betrug im ersten Halbjahr -39,7 Mio. EUR (H1 2021: 22,8 Mio. EUR). Die liquiden Mittel lagen bei 115,3 Mio. EUR (31. Dezember 2021: 136,3 Mio. EUR).

Verschlechterte Rahmenbedingungen – Prognose angepasst

„Unsere Beteiligungen meistern täglich die komplexen Herausforderungen in der gesamt­wirtschaftlich schwierigen Lage“, sagt Dr. Johannes Schmidt. „Insbesondere die zum Teil extremen Material- und Energiepreissteigerungen sind spürbar. Die Überwälzung dieser erhöhten Kosten an die Kunden gelingt je nach Branche unterschiedlich gut.“

Vor dem Hintergrund inflationsbedingter Preisüberwälzungen bei vielen Beteiligungen geht der INDUS-Vorstand nun für das Geschäftsjahr 2022 von einem höheren Konzernumsatz zwischen 1,90 und 2,00 Mrd. EUR aus. Das operative Ergebnis (EBIT) wird von gestiegenen Materialpreisen im Segment Fahrzeugtechnik und absehbaren Steigerungen bei Personal- und Energiekosten im zweiten Halbjahr im gesamten Portfolio belastet. INDUS rechnet für das Gesamtjahr mit einem operativen Ergebnis (EBIT) in Höhe von 100 bis 115 Mio. EUR. In der Prognose vom 23. März 2022 waren ein Umsatz zwischen 1,80 und 1,95 Mrd. EUR und ein operatives Ergebnis (EBIT) von 115 bis 130 Mio. EUR erwartet worden. Konsequenzen eines möglichen Gaslieferstopps sind nicht berücksichtigt, da die dann eintretenden gesamtwirt­schaftlichen Auswirkungen auf die INDUS-Beteiligungsunternehmen derzeit nicht realistisch abschätzbar sind.

Der vollständige Zwischenbericht ist auf der hier abrufbar. Einen Überblick über die zentralen Kennzahlen finden Sie hier.

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