INDUS in den Medien

INDUS erzielt positives operatives Ergebnis

Bergisch Gladbach, 27. Mai 2009


• Hohe Liquidität sichert solide Grundlage und eröffnet Wachstumschancen

Der weltweite scharfe Konjunktureinbruch beeinflusste in den ersten drei Monaten 2009 auch die Geschäftsentwicklung der INDUS Holding AG. „Trotzdem haben sich unsere Beteiligungsgesellschaften in diesem rezessiven Umfeld vergleichsweise behauptet“, erläuterte Helmut Ruwisch, Vorstandsvorsitzender des Unternehmens, das Quartalsergebnis mit Blick auf die allgemein schlechte Entwicklung in der produzierenden Industrie. „Wir haben von unserer breiten Diversifikation in unserem Portfolio profitiert. INDUS spürt natürlich die Folgen der Wirtschaftskrise, allerdings in abgemilderter Form.“

Der Konzernumsatz sank im Vergleich zu den ersten drei Monaten 2008 um 17,3 % auf 178,4 Mio. Euro (Vorjahr: 215,6 Mio. Euro). Im Vergleich dazu sank das Umsatzvolumen im Verarbeitenden Gewerbe im ersten Quartal 2009 wesentlich stärker: Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lag es (arbeitstäglich bereinigt) um 21,9% niedriger als im ersten Quartal 2008. Insbesondere das Segment Automobilindustrie war bei INDUS von einem deutlichen Nachfragerückgang betroffen, während sich die anderen drei Kernsegmente Bauindustrie, Maschinenbau und Konsumgüter relativ robust zeigten. Der Auslandsanteil stieg leicht auf 42,2 % (Vorjahr: 39,6 %).

Auf der Kostenseite verringerte sich der Materialaufwand aufgrund der gefallenen Rohstoff- und Energiepreise überproportional um 23,6 % auf 80,8 Mio. Euro (Vorjahr: 105,8 Mio. Euro). Dies entspricht einem Rückgang der Materialaufwandsquote von 49,1 % auf 45,3 %. Die Personalkosten waren ebenfalls rückläufig. Sie sanken um 4,4 % auf 55,9 Mio. Euro (Vorjahr: 58,5 Mio. Euro). Die im Herbst 2008 eingeleiteten und teilweise bereits umgesetzten Maßnahmen zur Anpassung der Kapazitäten an die veränderte Konjunktur werden sich mit zeitlicher Verzögerung in den Folgemonaten noch stärker positiv auswirken. Neben einer zeitnahen Anpassung von Kapazitäten und Kosten ist die stärkere Flexibilisierung für die Zukunft ein wesentliches Ziel.

Trotz rascher Anpassungsmaßnahmen konnten die Folgen des genannten Umsatzrückgangs nicht aufgefangen werden, sodass das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) auf 8,9 Mio. Euro (Vorjahr: 22,8 Mio. Euro) zurückging. Nach Abzug der Minderheitsanteile lag das Periodenergebnis bei 0,1 Mio. Euro (Vorjahr: 8,4 Mio. Euro).

„Damit haben wir in einem äußert herausfordernden ersten Quartal ein respektables Ergebnis erzielt“, betonte Ruwisch. „Wir werden den eingeschlagenen Weg der Kostenreduzierung konsequent weitergehen und unsere Gruppe durch umfassende Maßnahmen für die Zukunft stärken.“ Zu diesen Maßnahmen zählt die weitere Flexibilisierung der Personalkapazitäten ebenso wie eine restriktivere Investitionspolitik. Darüber hinaus werden deutliche Kostenreduzierungen durch zielgerichtete Restrukturierungsprogramme bei einzelnen Beteiligungsgesellschaften erwartet. Ein parallel verschärftes Working-Capital-Management und die geplante Thesaurierung von 7,1 Mio. Euro durch eine Dividendenreduzierung sichern ebenfalls die unverändert hohe Liquidität.

Die Entwicklung der konjunkturellen Situation im Inland und in den wichtigsten Absatzmärkten ist weiterhin von einer hohen Unsicherheit geprägt. Vor diesem Hintergrund geht der Vorstand der INDUS Holding AG davon aus, dass aus heutiger Sicht Umsatz- und Ergebnisniveau des Vorjahres nicht erreicht werden können und deutlich unter den Vorjahreswerten liegen werden. Eine seriöse Prognose für den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres ist derzeit nicht möglich. „Wir gehen allerdings davon aus, dass das zweite Quartal 2009 eine Bodenbildung bringen und zur Jahresmitte dann eine leichte Trendumkehr einsetzen könnte“, zeigte sich Ruwisch verhalten optimistisch.

Die komfortable finanzielle Basis mit liquiden Mitteln von über 80 Mio. Euro sorgt im Krisenjahr für eine solide Grundlage der INDUS Holding AG; darüber hinaus eröffnet sie angesichts sinkender Bewertungsmaßstäbe Chancen für einen weiteren Ausbau des Beteiligungsportfolios.