INDUS in den Medien

Dynamische Entwicklung in 2011 – INDUS meldet Rekordzahlen

Bergisch Gladbach, 24. April 2012


Helmut Ruwisch übergibt Vorstandsvorsitz an Jürgen Abromeit

 Die mittelständische Beteiligungsgesellschaft INDUS Holding AG hat 2011 bei Umsatz und Ergebnis die Spitzenwerte von 2010 nochmals deutlich übertroffen. Vorstandvorsitzender Helmut Ruwisch und sein designierter Nachfolger Jürgen Abromeit zeigten sich heute anlässlich der Bilanzpressekonferenz erfreut: „2011 war erneut ein sehr erfolgreiches Jahr für INDUS – wir haben neue Rekordmarken erreichen können.“

Nach einem Jahrzehnt an der Spitze wird der derzeitige Vorstandsvorsitzende Helmut Ruwisch (65) sein Amt mit Ablauf der Hauptversammlung 2012 im Juli diesen Jahres niederlegen und aus Altersgründen ausscheiden; zuvor hatte er bereits dem Aufsichtsrat Jürgen Abromeit (51) als seinen Nachfolger empfohlen. „Ich bin mir sicher, dass Herr Abromeit die langfristige und solide Wachstumspolitik von INDUS erfolgreich fortsetzen wird“,so Ruwisch. Abromeit ist seit 2008 Vorstand bei INDUS mit den Hauptaufgaben Unternehmenskäufe und Beteiligungsmanagement. Zuvor war er zehn Jahre als Leiter Finanzen und zuletzt als Bereichsvorstand für die von ihm aufgebaute Sparte Stahl, Maschinen- und Anlagenbau für den Stahlkonzern Georgsmarienhütte (GMH) tätig. Er äußerte sich: „INDUS bildet heute nicht nur einen Querschnitt durch die Leistungselite der mittelständischen Industrie ab, sondern ist auch wirtschaftlich sehr gut aufgestellt. Für mich gilt es deshalb in erster Linie, die erfolgreiche Arbeit meines Vorgängers fortzusetzen und unser Beteiligungsportfolio weiter zu pflegen und es kontinuierlich auszubauen“.

Konzernumsatz wächst 2011 um 14 %, EBIT um 10 %

INDUS misst ihren Erfolg an finanziellen Zielen; daher sind Ertrag und Cashflow des Portfolios zur Steuerung des Geschäftserfolgs wesentlich. Verglichen mit dem Jahr 2010 stieg der Umsatz 2011 um 14 % auf 1.104,7 Mio. Euro (Vorjahr: 971,6 Mio. Euro) und das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 10 % auf 111,6 Mio. Euro (Vorjahr: 101,4 Mio. Euro). Der Jahresüberschuss erreichte mit 55,6 Mio. Euro (Vorjahr: 46,9 Mio. Euro) ebenfalls einen Bestwert. Er stieg gegenüber dem Vorjahr um 19 %. Der operative Cashflow legte 2011 um nahezu 50 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr zu und stieg von 81,9 Mio. Euro in 2010 auf 130,2 Mio. Euro in 2011.

Hohe Nachfrage in allen fünf Segmenten

INDUS führt 39 Beteiligungen in fünf Segmenten. Besonders profitabel arbeiteten 2011 die Unternehmen des Segments Bau/Infrastruktur; sie erzielten eine überdurchschnittlich gute EBIT-Rendite von rund 16 %. Demgegenüber verlor das Segment Fahrzeugkomponenten/Engineering. Zwar wuchsen hier die Umsätze, aber das Ergebnis wurde durch Impairmentabschreibungen in Höhe von 7,6 Mio. Euro gemindert, sodass nur 3,6 % EBIT-Rendite erreicht wurden. Operativ konnten sich die Unternehmen in diesem Segment aber verbessern: ihre Marge stieg auf 5,9 %. Die Beteiligungen im Maschinen- und Anlagenbau steigerten ihre Rendite und erzielten 11,7 % Marge. Allerdings war hier im letzten Quartal 2011 bereits eine merkliche Nachfragberuhigung zu spüren. Die Unternehmen im Bereich Medizintechnik/Life Science arbeiteten unverändert profitabel mit einer EBIT-Rendite von 15,2 %. Die abnehmende Dynamik zum Jahresende traf auch die Unternehmen im Bereich Metall/Metallverarbeitung. Ihr überaus hohes Niveau von 2010 ließ sich nicht halten, aber mit 12,2 % Rendite erzielte das Segment immer noch einen überdurchschnittlich guten Wert.

Eigenkapital deutlich ausgebaut, Netto-Cash-Position von 123 Mio. Euro am Jahresende

Parallel wurde die Bilanzstruktur der INDUS-Gruppe weiter deutlich verbessert. Die Nettoverschuldung sank auf 311,2 Mio. Euro; zum Ende des Vorjahrs betrug sie noch 379,4 Mio. Euro. Das Eigenkapital stieg um 72,9 Mio. Euro auf 382,1 Mio. Euro. Damit hat sich die Eigenkapitalquote, wie bereits in den Jahren zuvor, noch einmal deutlich verbessert und erreicht nun 36,7 % (Vorjahr: 31,8 %). Angesichts flüssiger Mittel von über 123 Mio. Euro (Vorjahr: 96,8 Mio. Euro) zum Jahresende verfügt INDUS über eine hohe Vorhalteliquidität. Sie soll zusammen mit festen Finanzierungszusagen von rund 40 Mio. Euro für weitere Zukäufe genutzt werden. Zur Hauptversammlung am 3. Juli wird eine auf 1 Euro erhöhte Dividende vorgeschlagen.

Umsatz- und Ergebnisprognose 2012

Für 2012 gab der Vorstand einen vorsichtigen Ausblick: „Derzeit sind wir für das Gesamtjahr zuversichtlich und wollen an das erfolgreiche Geschäftsjahr 2011 anknüpfen. Die Dynamik vor allem in den Schwellenländern ist immer noch gut, ebenso in Deutschland. Aber der Euroraum schwächelt bereits. Umsatzmäßig wollen wir im laufenden Geschäftsjahr an 2011 anknüpfen, aber die derzeit laufenden Tarifrunden wirken sich bereits belastend aus. In diesem Umfeld erscheint die INDUS-Zielmarke von 10 % EBIT anspruchsvoll. Zudem setzt das voraus, dass die Unsicherheiten angesichts der weltweiten Schuldenkrise nicht zunehmen und sich das konjunkturelle Klima nicht weiter eintrübt.“

Der vollständige Geschäftsbericht der INDUS Holding AG steht unter www.indus.de zum Download zur Verfügung.